AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen
Kompass Canario

Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Beratungsleistungen von Kompass Canario. Mit der Auftragserteilung erkennt der Kunde diese AGBs an.


§ 1 Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Beratungsleistungen von Roland Strobl, tätig unter der Bezeichnung Kompass Canario, Calle Médico Ernesto Castro 102B, 38358 Tacoronte, Teneriffa, Spanien (nachfolgend „Berater“), gegenüber seinen Auftraggebern (nachfolgend „Kunde“).


§ 2 Leistungsgegenstand

Der Berater erbringt Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Strategie, Betrieb und Digitalisierung für die Bewirtschaftung, Verwaltung und Vermarktung von Ferienwohnungen auf den Kanarischen Inseln. Dazu gehören insbesondere Beratung zu rechtlichen Vorschriften, Prozessoptimierung, digitales Marketing sowie die Empfehlung geeigneter technologischer Tools.

Die Beratungsleistung umfasst ausschließlich die Vermittlung von Informationen, Empfehlungen und Handlungsvorschlägen auf Basis der zum Zeitpunkt der Beratung geltenden Rechtslage und des dem Berater vorliegenden Kenntnisstandes. Die Beratung ersetzt ausdrücklich keine rechtliche Beratung durch einen zugelassenen Rechtsanwalt, keine steuerliche Beratung durch einen zugelassenen Steuerberater und keine notarielle Beratung. Für rechtliche oder steuerliche Detailfragen wird der Kunde auf die Inanspruchnahme entsprechend qualifizierter Fachleute hingewiesen.


§ 3 Angebot und Vertragsschluss

Das kostenlose Erstgespräch dient der gegenseitigen Information und ist unverbindlich. Ein Beratungsvertrag kommt erst durch die schriftliche Auftragsbestätigung des Beraters zustande, in der Leistungsumfang und Honorar festgelegt sind. Mündliche Nebenabreden bedürfen der schriftlichen Bestätigung.


§ 4 Honorar und Zahlungsbedingungen

Das Honorar wird individuell vereinbart und im schriftlichen Angebot festgelegt. Es richtet sich nach Art und Umfang der vereinbarten Leistung und wird entweder als Fallpauschale oder auf Basis des tatsächlichen Zeitaufwands berechnet.

Bei Auftragserteilung ist eine Anzahlung in Höhe von 50 Prozent des vereinbarten Honorars fällig. Der Restbetrag ist nach vollständiger Erbringung der vereinbarten Leistung zu zahlen. Zahlungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug zu leisten.

Bei Zahlungsverzug ist der Berater berechtigt, die weitere Leistungserbringung bis zum Ausgleich der offenen Forderung auszusetzen.


§ 5 Mitwirkungspflichten des Kunden

Der Kunde ist verpflichtet, alle für die Beratung erforderlichen Informationen, Dokumente und Unterlagen vollständig, wahrheitsgemäß und rechtzeitig zur Verfügung zu stellen. Der Kunde hat den Berater unverzüglich über Änderungen seiner Situation zu informieren, die für die Beratung relevant sein könnten.

Verzögerungen oder Mehraufwand, die durch unvollständige, fehlerhafte oder verspätet übermittelte Informationen des Kunden entstehen, gehen nicht zu Lasten des Beraters. Etwaiger Mehraufwand kann gesondert in Rechnung gestellt werden.

Der Kunde ist dafür verantwortlich, empfohlene Maßnahmen eigenverantwortlich und rechtzeitig umzusetzen. Der Berater ist nicht verpflichtet, den Kunden an Fristen oder Umsetzungsschritte zu erinnern, sofern dies nicht ausdrücklich als Leistungsbestandteil vereinbart wurde.


§ 6 Haftung

6.1 Allgemeine Haftungsbegrenzung Die Haftung des Beraters ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit begrenzt. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Berater nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. In jedem Fall ist die Haftung der Höhe nach auf den Betrag des vom Kunden tatsächlich gezahlten Honorars begrenzt.

6.2 Gesetzesänderungen Die Beratung basiert auf der zum Zeitpunkt der Leistungserbringung geltenden Rechtslage auf den Kanarischen Inseln und in Spanien. Der Berater übernimmt keine Haftung für Änderungen der Rechtslage nach Abschluss der Beratungsleistung. Der Kunde ist darauf hingewiesen, dass das rechtliche Umfeld für Ferienvermietungen auf den Kanarischen Inseln einem dynamischen Wandel unterliegt und eine regelmäßige Überprüfung der eigenen Situation empfehlenswert ist.

6.3 Drittanbieter-Software Der Berater empfiehlt im Rahmen seiner Tätigkeit den Einsatz von Software und digitalen Tools von Drittanbietern. Diese Empfehlungen basieren auf eigener Erfahrung und dem zum Zeitpunkt der Beratung vorliegenden Kenntnisstand. Der Berater übernimmt keine Haftung für die Funktionsweise, Verfügbarkeit, Datensicherheit, Preisgestaltung oder sonstige Eigenschaften empfohlener Drittanbieter-Software. Die Entscheidung über den Einsatz einer Software sowie der Abschluss entsprechender Verträge mit Drittanbietern liegen ausschließlich in der Verantwortung des Kunden. Für Schäden, die aus der Nutzung empfohlener Software entstehen, haftet der Berater nicht.

6.4 Digitale Behördenprozesse Bei der Umsetzung behördlicher Anmelde- und Genehmigungsverfahren auf den Kanarischen Inseln und in Spanien kann der Berater auf digitale Plattformen und Online-Portale der zuständigen Behörden hinweisen und deren Nutzung begleiten. Der Berater übernimmt keine Haftung für technische Störungen, Ausfälle oder Fehlfunktionen behördlicher IT-Systeme. Sollten digitale Prozesse nicht funktionieren oder nicht verfügbar sein, kann die Weiterführung des Verfahrens auf dem physischen Rechtsweg — also durch persönliches Erscheinen bei der zuständigen Behörde oder durch postalische Einreichung — erforderlich werden. Diese Notwendigkeit begründet keinen Mangel der Beratungsleistung und berechtigt den Kunden nicht zur Minderung oder Rückforderung des Honorars. Der Berater wird den Kunden in diesem Fall über den alternativen Weg informieren.

6.5 Falsche oder unvollständige Kundenangaben Für Schäden, die aus falschen, unvollständigen oder irreführenden Angaben des Kunden entstehen, übernimmt der Berater keine Haftung.


§ 7 Vertraulichkeit

Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei nicht an Dritte weiterzugeben und ausschließlich zum Zweck der Vertragserfüllung zu verwenden. Diese Verpflichtung gilt auch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses.


§ 8 Urheberrecht und Nutzungsrechte

Alle vom Berater erstellten Dokumente, Auswertungen, Konzepte, Checklisten und sonstigen Arbeitsergebnisse sind bis zur vollständigen Bezahlung des vereinbarten Honorars geistiges Eigentum des Beraters. Nach vollständiger Bezahlung erhält der Kunde ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für den vereinbarten Zweck. Eine Weitergabe an Dritte oder eine kommerzielle Verwertung bedarf der schriftlichen Zustimmung des Beraters.


§ 9 Widerrufsrecht

Für Verbraucher im Sinne des europäischen Verbraucherrechts gilt ein Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Vertragsschluss. Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Berater die Leistung vollständig erbracht hat und der Kunde vor Beginn der Leistungserbringung ausdrücklich zugestimmt hat, dass das Widerrufsrecht mit vollständiger Vertragserfüllung erlischt.


§ 10 Laufzeit und Kündigung

Projektbezogene Beratungsverträge enden mit vollständiger Erbringung der vereinbarten Leistung. Bei laufenden Beratungsverhältnissen gilt eine Kündigungsfrist von 14 Tagen zum Monatsende. Im Falle einer Kündigung sind bereits erbrachte Leistungen vollständig zu vergüten.


§ 11 Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt spanisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, Santa Cruz de Tenerife, Spanien.


§ 12 Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGBs unwirksam sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.


Stand: Juni 2026